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Steinwand,  Pielachmündung



 
Die Straße führt weiter durch das enge Durchbruchstal bis zur Einmündung des Flusses in die Donau. Hier hat noch ein Huas den zahlreichen Überschwemmungen getrotzt: es war bis vor wenigen Jahrzehnten als Gasthaus erhalten geblieben. Auf dem Plateau über der Mündung befand sich eine kleine jungsteinzeitliche Siedlung, die mit einem Graben und Palisade-n gegen Angreifer geschützt war. Als wichtigster Fund wurde die berühmte Melker Kreuzfußschüssel in das Melker Museum übertragen. Man ergrub dort beim Bau der Donaubrücke aber auch einen Friedhof mit 30 Gräbern aus dem 17. Jahr- hundert vor Christus (frühe Bronzezeit). Schließlich errichteten die Römer hier im Zuge ihrer nördlichen Grenzbefestigung einen Wachturm. Es war dies eine einfache Holzkonstruktion auf einem Steinfundament, die von diesem vorgeschobenen Punkt aus einen weiten Blick donauabwärts in die Wachau und donauaufwärts zuließ. 

DonaubrückeDonaubrücke / danube bridge
Geht man auf der anderen Pielachseite den Fluß entlang der "Steinwand" wieder aufwärts, so führt der Weg an den bis in die jüngste Vergangenheit ausgebeuteten Steinbrüchen mit interessanten mineralogischen Aufschlüssen und einer beachtenswerten, noch ursprünglichen Flora und Fauna entlang. Etwa gegenüber der Herrenmühle ist auf einem auffallenden Felsen ein rotes Kreuz eingemeißelt. 
Opferstein / offertory

Es zeigt das Zusammentreffen einiger herrschaftlicher Grenzen an. Der Ort diente früher möglicherweise auch als Kultstätte: Auf dem Stein findet man drei Löcher, durch die das Blut der Opfertiere in den Stein eindringen sollte. Der zweite hier anliegende Stein mit der Opferschale wurde den Hang hinuntergerollt und die Steinblöcke, die die Opferstätte zum Fluß hinunter begrenzten, sind abgetragen worden oder bereits überwachsen. So berichten Einheimische, die diesen heiligen Hain in seiner Gänze noch gesehen haben wollen. Der Weg führt weiter über Pielachberg bis nach Pielach, einem früher kleinen, bäuerlichen Ort, der durch die zahlreichen Einfamilienhäuser wenigen Jahrzehnten als Gasthaus erhalten geblieben.

(admin Franz) Im Jahre 2010 wurden die Grundgrenzen neu ausgemessen, wobei das rote Kreuz am großen Stein genau einen Grenzpunkt darstellt. Mit roter und silbener Farbe wurde das Kreuz erneuert.